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Unterstützung in der Praxis

Bienenschutz - Das kann ich für die Bienen tun

Dass Bienen in Schwierigkeiten sind, macht betroffen. Nicht alle von uns sind Imker/-innen. Trotzdem kann jede und jeder viel Gutes für die Bienen tun.

 

Wildbienen – Honigbienen: Was ist der Unterschied?

Imkerinnen und Imker halten Honigbienen. Diese bilden Völker mit tausenden von Bienen, welche den Winter überdauern. Wildbienen leben meist einzeln. Die Weibchen legen ihre Eier in kleine, oft selbst gebohrte Höhlen in abgestorbenem Pflanzenmaterial oder im Boden ab. Hummeln gehören auch zu den Wildbienen. Sie bilden vergleichsweise kleine Völker und im Gegensatz zu einem Honigbienenvolk überwintert nur die Königin.

 

Bedeutung der Bienen

Von den Honigbienen lassen sich nebst Honig auch Bienenwachs, Pollen, Propolis, Bienengift und Gelée Royale gewinnen. Der grösste Nutzen der Bienen liegt aber in der Bestäubung von Pflanzen. Die Palette an Früchten und Gemüse wäre ohne die fleissigen Insekten um ein Vielfaches ärmer und auch viele Wildpflanzen wären gefährdet. Für eine sichere Bestäubung und funktionierende Ökosysteme sind sowohl Honig- wie auch Wildbienen unentbehrlich.

 

Gefahren für Bienen

Eines der grössten Probleme für die Honigbiene ist die vor rund 30 Jahren eingeschleppte Varroamilbe. Aber auch die vom Menschen stark geprägte Umwelt macht den Bienen zu schaffen. Blütenreiche Lebensräume sind selten geworden. Landwirtschaft wird zunehmend intensiv betrieben. Siedlungsflächen breiten sich aus. In der Folge leiden Bienen Hunger; Nistmöglichkeiten für Wildbienen gehen verloren. In Landwirtschaft und Gärten werden bienengiftige Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Viele dieser Gifte töten die Bienen sofort, andere schädigen sie längerfristig. Sie finden zum Beispiel den Nachhauseweg nicht mehr und gehen so zugrunde.

 

Gutes für die Bienen tun

  • Nahrungsangebot
    Wer einen Garten besitzt, hat viele Möglichkeiten, diesen bienenfreundlich zu gestalten: eine Blumenwiese anstelle eines grünen, monotonen Rasens, einheimische Sträucher, Blumenbeete mit einheimischen Blütenmischungen, welche den Bienen während des ganzen Jahres Pollen und Nektar bieten. Darüber freuen sich nicht nur Bienen, sondern auch Schmetterlinge, Käfer und viele andere Insekten. Auch für das menschliche Auge ist eine blühende Fläche eine Wohltat («Bienenweiden» sind in den meisten Fachgeschäften erhältlich). Wer keinen Garten besitzt, kann seinen Balkon oder seine Fensterbretter erblühen lassen. Oder Sie können Einfluss nehmen bei der Bepflanzung öffentlicher Grundstücke wie beispielsweise Schulanlagen, Bachufer oder Strassenränder. Oft braucht es nicht viel, dass auch auf diesen Flächen wertvolle Blumen oder Sträucher stehen. Ein weitgehend ungenutztes Potential bieten Flachdächer, welche durch Dachbegrünungen zu Blütenparadiesen werden.
     
  • Gifte haben in einem Garten nichts verloren
    Es gibt heute gegen Schädlinge jeglicher Art genügend Alternativen. Diese wirken vielleicht nicht blitzschnell, nicht zu 100% und sind beim Einsatz etwas aufwändiger und vielleicht sogar teurer. Es kann sich aber ein Gleichgewicht zwischen Nützlingen und Schädlingen einstellen. Und vor allem werden Bienen und andere Insekten nicht unnötig vergiftet.
     
  • Wohnungsnot
    Wildbienen benötigen nebst einem guten Blütenangebot auch Nistmöglichkeiten. In einem perfekt gepflegten Garten oder einer intensiv betriebenen Landwirtschaft fehlen diese Lebensräume. Haben Sie Mut zu etwas Unordnung: Pflanzenstängel, Totholz, leere Schneckenhäuser und nicht intensiv gepflegte Stellen sind lebenswichtig. Auch ein Wildbienenhotel leistet hervorragende Dienste. Dieses kann durchaus auch auf einem Balkon eines Hochhauses stehen.
     
  • Bienenfreundliche Produktion
    Den grössten Einfluss erzielen Sie aber als Konsumentin oder Konsument indem Sie lokale Produkte aus bienenfreundlicher Landwirtschaft einkaufen und den einheimischen Honig mit dem goldenen Qualitätssiegel  wählen.

Weitere praktische Informationen finden Sie auf der Seite Biodiversität.  

 

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